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 Betreff des Beitrags: Kamadeva
BeitragVerfasst: 10. Jun 2009, 00:09 
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Beiträge: 736
Geschlecht: nicht angegeben
Kamadeva

Ein Tag wie jeder andere. Schule, fernsehen, vielleicht ein bißchen Hausaufgaben.
Er war nie was Besonderes gewesen, ein blasser blonder Junge mit seinen ein Meter fünfunfsechzig. Das Haar meist offen, den Pony zur Seite gewischt, dass er ihm nicht in die Augen fiel. Seine Kleidung beschränkte sich meist auf eine einfache zerschlissene Jeans, ein T-Shirt und weiße Turnschuhe.
Doch bald würde nichts mehr so sein wie jemals zuvor.

Schule, das war gelegentliches aufpassen und abschreiben, mehr nicht. Die Pausen für Essen und Gespräche nutzend, sclug er sich durch den Tag.
„Tristan, komm doch mal nach vorne und rechne uns diese Aufgabe vor.“ Der Lehrer tippte an die Tafel und wedelte mit einem Stück Kreide in seine Richtung.
Tristan schrak etwas zusammen, er hatte so eindeutig nicht aufgepasst dass er jetzt wohl den Tribut dafür zahlen müsste. Auch noch Mathe, definitiv nicht sein Lieblingsfach.
„Mist..“, murmelte er und war schon aufgestanden, hatte die Kreide genommen und stand mit dem Rücken zur Klasse. Er spürte die Blicke auf sich und stierte auf die weiße Schrift auf dem dunkelgrünen Untergrund. Die Zahlen und Zeichen ergaben in seinem Kopf einfach keinen Sinn, er biss sich auf die Unterlippe.
„Nun..?“, meinte der Lehrer freundlich und beugte sich etwas zu ihm hin.
Tristan atmete stockend ein, die Kreide setzte auf der Tafel an, aber er hatte keine Ahnung was die Finger da schreiben sollten. Hinter ihm schoss schon eine Hand in die Höhe und jemand begann zu schnippsen um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
„Herr Lehrer, ich weiß es, ich weiß es!“
Tristan senkte etwas den Kopf, zog die Schultern kaum merklich hoch und bemerkte dass seine Lippen bluteten, er schmeckte das Eisen in seinem Mund. Leises Lachen und Schwatzen begann und er drehte sich langsam zu seinem Lehrer um.
„Ich.. weiß es nicht.“, sagte er und konnte spüren wie die Kreide durch seine schweißnassen Finger rutschte.
„Gut, dann ist jetzt Andreas an der Reihe..“ Tristan drückte dem anderen Jungen im Vorbeigehen die Kreide in die Hand, er konnte die Blicke der anderen spüren, sie machten ihn nervös. Er spürte den Blick des Lehrers im Nacken, der ihm noch eine Weile nachsah. Als er sich hinsetzte sank sein Blick auf seine kaum beschriebenes Blatt.
„Mist...“, murmelte er und zog kurz die Lippe in den Mund um die Blutung zu stoppen.

Er hatte den Rucksack schon auf dem Rücken und wandte sich zum Gehen, als ihn sein Mathelehrer zu sich rief.
„Tristan, komm doch bitte kurz her.“
„Was ist denn..?“, meinte er und schon wieder spürte er wie sein Herz schneller zu schlagen begann. Er ließ die Finger über die Riemen des Rucksacks gleiten, sie wurden feucht.
„Hast du derzeit Schwierigkeiten zuhause?“
„Schwierig..keiten?“, brachte Tristan nur raus. Nein, er hatte keine Schwierigkeiten, wenn man davon absah, dass sich seine Eltern voneinander scheiden lassen wollten, aber war das heutzutage nicht auch schon ein Faktor der Normalität?
„Nein.. Nein, es ist alles in Ordnung.“, meinte er nur und bemerkte etwas überrascht über sich selbst dass er die Tasche abstellte. Der letzte verließ die Klasse und schloss die Tür.
„Setz dich doch mal kurz hin.“, meinte sein Lehrer und sah ihn freundlich lächelnd an.
„Mit mir kannst du ruhig über deine Probleme reden, ich bin doch schließlich... dein Lehrer.“
Tristan ließ sich auf den Stuhl fallen, beinahe wie betäubt von seinem eigenem, hektisch schlagendem Herzen.
„Meine.. Eltern überlegen ob sie sich scheiden lassen wollen..“
Ein mitleidsvolles Lächeln breitete sich jetzt über dem Gesicht seines Lehrers aus.
„Oh.. das muss sehr schlimm für dich sein, nicht wahr? Du kann mir ruhig alles erzählen.. was dich bedrückt.“
Tristan schob die Knie zusammen und starrte auf seine schweißnassen Hände, die sich um den Stoff seiner Hose etwas zusammenkrümmten. Er biss sich wieder auf die blassen Lippen und konnte genau in diesem Moment ein leises, unheimlich verzückt klingendes „Oh.“ hinter dem Pult hören. Er hob den Kopf und blinzelte verwirrt. Sein Lehrer schaute ihn merkwürdig an, er konnte den Blick zunächst nicht einordnen, die halb geschlossenen Augen, das milde Lächeln, die leicht gehobenen Augenbrauen. Sein Atem stockte ihm, als er eine Berührung an seiner Wange spürte.
„Du kannst mir alles erzählen, weißt du?“
„W..Was....?“
Sein Lehrer schmunzelte, kaum dass Tristans panisch hervorgestoßene Worte endeten und beugte sich etwas über das Pult zu ihm herüber, um mit der Hand über seine Wange, das Kinn herunter zu streichen. Tristans ungläubiger Blick haftete nur an dem verliebten Lächeln des Lehrers, das seinem Gesicht immer näher kam.
Sein Herz machte einen Sprung in seiner Brust und die Hände krampften sich über den Knien zusammen. Dann kam er mit einem Keuchen auf die Beine, packte die Tasche an einem Riemen und rannte aus dem Raum, gegen die Tür taumelnd, bevor er die Klinke fand. Zuhause schmiss er sich schnaufend auf sein Bett und begann vor Verzweiflung einfach nur zu schluchzen.

Es wurde von Tag zu Tag schlimmer. Mehr Blicke, mehr Panik, mehr Panik, mehr Blicke, ein Teufelskreis den Tristan nicht im Ansatz begriff. Er machte sich klein und unauffällig und sagte kaum mehr ein Wort, weder zuhause noch im Unterricht. Doch es hörte nicht auf. Es wurde nur schlimmer, nur schrecklicher, er wollte es nicht mehr sehen. Die verliebten Blicke, das sanfte Lächeln, das ihn beinahe schon würgen ließ, wenn er nur daran dachte.
Sport, auch ein Fach, das dem schmalbrüstigen Jungen nicht im Geringsten zu liegen schien. Kaum dass es vorbei war, schloss er sich auf einer der Toiletten ein und blieb dort sitzen, bis er gehört hatte, dass auch hinter dem letzten die Tür zugefallen war, und die Turnhalle und Umkleiden in totaler Stille lagen. Er seufzte erleichtert und schloss auf, packte seine Sachen zusammen, zog den Rucksack über die Schulter.
Ein panischer Schreckenslaut entrang sich unartikuliert seiner Kehle, als er um die Ecke bog. Seine Lippen zitterten und die Tasche rutschte einfach durch seine Finger, fiel auf den Boden, es klapperte etwas, Stifte rollten über den Boden. Ehe er sich überhaupt hätte bewegen können, schlossen sich die Hände seines Lehrer um seine Handgelenke, die Finger strichen zärtlich über den hervorstehenden Gelenkknochen.
„Nein..“, kam es flüsternd über Tristans Lippen. Er spürte wie sich eine eisige Kälte in seinem Magen ausbreitete. Er versuchte seine Handgelenke ruckartig zu sich zu ziehen, aber der Mann war stärker.
„Aber, aber, ich bin doch dein Lehrer Tristan, ich will dir doch nur helfen...“
Tristan konnte den Atem zwischen seinem Haar spüren und erschauderte, wieder der Versuch, wieder das Versagen.
„N..Nein..“, flüsterte er nur wieder zurück, und die Hände des anderen ließen ihn los. Er stand vor ihm, der verliebte Blick auf den Lippen, die sanft schimmernden Augen, Tristan konnte sich nicht bewegen, er versperrte den Weg. Sein Lehrer beugte sich etwas zu ihm herunter und strich ihm wieder zärtlich über die Wange, herunter zu seinem Kinn, über seine Lippen. Tristan keuchte nur. Wie eine Pranke senkte sich die andere Hand auf Tristans Schulter, nur um langsam daran herunter zu wandern. Er schloss die Augen.

Er war krank, er ging nicht mehr zur Schule, seit einer ganzen Woche nicht mehr. Es war kein Glück, es war noch schlimmer. Es beeinflusste sie. Sie waren genauso, genauso.
Tristan vergrub den Kopf in den Kissen auf dem großen Bett.
"Nein.. Nein.."

Er hatte es aufgegeben, aufgegeben sich zu verstecken, aufgegeben sich zu wehren und er lernte. Er tat was man von ihm verlangte und langsam bemerkte er, wie er sie beeinflussen konnte. Seine Eltern, seinen Lehrer, seine Mitschüler, alle. Er bemerkte es zuerst an dem Jungen.
„Verschwinde!“, hatte er gesagt und der Junge hatte genickt. Er hatte ihn seitdem nicht mehr gesehen. Tristan begann zu begreifen und er testete seine Fähigkeit weiter. Als nächstes an einem Mädchen, dass er dazu brachte sich mit dem Teppichmesser im Kunstunterricht die Pulsadern aufzuschneiden. Er musste sie nur anlächeln und darum bitten. War es wirklich so einfach? Es war unheimlich und erregend zugleich, solch eine Macht über jemanden zu besitzen, und er wusste wovon er sprach, er hatte es so oft gesehen.
Als nächstes kam sein Lehrer an die Reihe. Für ihn musste er sich mehr anstrengen, als bei den beiden zuvor. Ein einfaches Lächeln reichte nicht aus um ihn hörig zu machen. Doch was machte das schon, er hatte schon mehr getan als ihn anzulächeln. Für all das andere, befahl er ihm sich aus dem obersten Stock zu stürzen, wie ein Turmspringer.

Zuhause rauschte das Wasser in die Spüle, die darüber gekrümmte Frau schien Teller daraus fischen zu wollen. Oben im Schlafzimmer dudelte das Radio fröhlich „I kissed a girl“ vor sich her. Der nackte Mann auf dem Bett, zwischen den Laken schien es mit einem fröhlichen Lächeln zu genießen. Blut sickerte zwischen die Laken und durchdrang die Matratze. Das nasse Haar der Frau über dem Spülbecken trieb unter dem kräftigen Wasserstrahl zwischen den Essensresten und Tellern herum.
Tristan packte seine Sachen zusammen und steckte das Geld in die Tasche. Er ließ die Lichter an, als wäre jemand zuhause, schritt durch die Tür hinaus in die Nacht und machte sich auf den Weg ins Nirgendwo.

Doch sie fanden ihn. Er war nicht mehr unauffällig wie damals. In einem Restaurant gabelten sie ihn auf und sie waren nicht so dumm wie die anderen. Sie schienen irgendwie Bescheid zu wissen.





Name: Kamadeva
Alter: 16 Jahre
Verhalten: Ruhig und gelassen, versucht Überlegenheit zu demonstrieren. Hasst Berührungen. Kann über verschiedene Körperlichkeiten, sowie in abgeschwächter Form über Blicke, Gesten und Stimme Personen vollkommen hörig machen und ihnen somit seinen Willen aufzwingen.

_________________
"Du möchtest.. dir den Kopf an der Wand einschlagen."


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